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Sonnenschutz oder Tagescreme mit SPF: Warum SPF 15 in der Creme nicht zählt

Der SPF auf der Packung wirkt nur bei einer Menge, die du von Tagescreme nie aufträgst.

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Kurz gesagt

Der SPF auf der Verpackung stimmt nur bei 2 mg pro Quadratzentimeter Haut – ungefähr einem Viertel Teelöffel fürs Gesicht. Creme trägt man 3–4-mal dünner auf, und der reale Schutz von „SPF 15 in der Creme“ fällt auf symbolische Werte. Vollwertiger Sonnenschutz ist ein eigenes Produkt und eine eigene Schicht.

„Warum brauche ich extra Sonnenschutz? Meine Tagescreme hat doch SPF 15.“ Klingt logisch, spart Zeit und Geld. Leider funktioniert es nicht – wegen sehr einfacher Mathematik.

So funktioniert es

Die SPF-Zahl stammt aus einem Labortest, bei dem das Produkt exakt mit 2 mg/cm² aufgetragen wird. Das ist eine spürbar reichhaltige Schicht: Für Gesicht und Hals brauchst du etwa einen Viertel Teelöffel. Niemand trägt Tagescreme so auf – sie wird dünn eingerieben, bis sie sich unter Make-up angenehm anfühlt.

Der Schutz sinkt mit der Dosis nicht linear, sondern drastisch: SPF 15 bei einem Drittel der Menge wird ungefähr zu SPF 2–3. Eine „Creme mit SPF“ erzeugt dann nicht Schutz, sondern die Illusion davon – und damit gehst du entspannt in die Sonne, vor der du dich eigentlich schützen solltest.

Sonnenschutz als eigenes Produkt löst das konstruktiv: Seine Textur ist dafür entwickelt, viel und gleichmäßig aufzutragen, ohne dass es sich katastrophal anfühlt. Dazu kommt echter UVA-Schutz gegen Hautalterung und Pigmentierung, den SPF-Cremes oft gar nicht bieten.

SPF-Creme reicht, wenn

  • dein Tag nur aus Büro, Auto und zehn Minuten draußen besteht;
  • Winter ist, der Himmel bedeckt und die Sonne tief steht;
  • sie eine Ergänzung über richtigem Sonnenschutz ist, nicht sein Ersatz.

Du brauchst Sonnenschutz, wenn

  • du mehr als eine halbe Stunde draußen bist, besonders im Sommer;
  • du Säuren oder Retinol verwendest: Deine Haut ist gerade doppelt empfindlich;
  • du Pigmentierung hast – ohne SPF dagegen vorzugehen ist sinnlos.

Häufiger Fehler. Zahlen zu addieren: „Creme SPF 15 plus Foundation SPF 20 ergibt 35.“ Schutz addiert sich nicht: Es zählt die stärkste Schicht, und auch nur in voller Menge. Zwei dünne Schichten schwacher Produkte ersetzen keine ordentliche Schicht Sonnenschutz.

Übrigens: Ein Viertel Teelöffel fürs Gesicht ist der Standard, mit dem SPF weltweit getestet wird. Deshalb wiederholen Dermatologen so oft die „Zwei-Finger-Regel“: Ein Streifen Produkt entlang von Zeige- und Mittelfinger entspricht ungefähr der nötigen Menge.

Nur zur Information, keine medizinische Beratung. KI kann sich irren.