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Feuchtigkeit oder Nährpflege: Was fehlt deiner Haut gerade?

Haut kann gleichzeitig fettig und dehydriert sein – und das verändert deine ganze Routine.

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Kurz gesagt

Feuchtigkeit bedeutet Wasser, Nährpflege bedeutet Fette (Lipide). Dehydrierte Haut spannt und wirkt fahl, kann aber gleichzeitig glänzen. Trockener Haut fehlen Lipide: Schuppen, Dünnheit und Reizung sind die Folge. Die Diagnose ist wichtiger als die Marke.

„Feuchtigkeitsspendend“ und „nährend“ auf Tiegeln wirken wie Synonyme – etwas Gutes für die Haut. Dabei geht es um zwei unterschiedliche Mängel und zwei unterschiedliche Lösungen. Verwechselst du sie, tränkst du eine Haut, die eigentlich Nahrung braucht.

So funktioniert es

Stell dir eine Mauer aus Ziegeln und Zement vor: Die Zellen sind die Ziegel, die Lipide dazwischen der Zement, und im Inneren der Konstruktion muss Wasser zirkulieren.

Dehydrierung bedeutet zu wenig Wasser. Das ist ein Zustand, kein Hauttyp: Er kann auch bei fettiger Haut auftreten. Anzeichen sind Spannungsgefühl nach der Reinigung, Fahle Haut, feine „Durstfältchen“, die durch Creme glatter werden, und – paradox – stärkerer Glanz: Die Talgdrüsen versuchen auszugleichen. Behandelt wird das mit Feuchthaltemitteln: Glycerin, Hyaluronsäure, Aloe, Beta-Glucan.

Trockenheit bedeutet zu wenig Lipide. Hier geht es um den „Zement“: Die Barriere ist löchrig, Wasser verdunstet, Reizstoffe dringen ein. Anzeichen sind Schuppung, ein pergamentartiges Gefühl, Rötung und Reaktionen auf alles Mögliche. Behandelt wird das mit Lipiden: Ceramiden, Squalan, Ölen und Cholesterin.

Auf der INCI-Liste: Glycerin, Hyaluronic Acid, Sodium Hyaluronate, Aloe Barbadensis Leaf Juice, Beta-Glucan — Feuchtigkeit; Ceramide NP / AP / EOP, Squalane, Cholesterol, Pflanzenöle weit vorne — Nahrung.

Nicht mischen… kombinieren: Feuchthaltemittel unter Okklusiv ist die richtige Reihenfolge; Hyaluronserum ohne Creme darüber arbeitet bei trockener Haut oft gegen dich.

Der Kniff: Beide Mängel treten oft zusammen auf. Durch eine löchrige Barriere entweicht Wasser – trockene Haut ist fast immer auch dehydriert. Dann gilt: erst Wasser (ein Serum mit Feuchthaltemitteln), darüber Fette (eine Creme mit Ceramiden) – auffüllen und den Deckel schließen.

Du brauchst Feuchtigkeit, wenn

  • deine Haut spannt und fahl ist, aber dennoch glänzen kann;
  • „Fältchen“ nach einer guten Creme verschwinden;
  • Winter mit Heizungsluft herrscht oder du viel Kaffee und wenig Wasser trinkst.

Du brauchst Nährpflege, wenn

  • du Schuppen, Pergamentgefühl oder Juckreiz hast;
  • deine Haut dünn ist und auf neue Produkte gereizt reagiert;
  • du nach der Reinigung sofort etwas auftragen möchtest.

Häufiger Fehler. Ein Hyaluronserum auf schuppige Haut zu geben und ein Wunder zu erwarten. Wasser ohne „Zement“ entweicht durch die geschädigte Barriere und kann dabei sogar Feuchtigkeit aus der Haut mitnehmen. Repariere erst die Mauer mit Lipiden, dann fülle Wasser nach.

Übrigens: „Fettig, aber dehydriert“ ist der häufigste Hautzustand bei Stadtbewohnern: Mattierende Produkte nehmen den Glanz und zugleich die letzte Feuchtigkeit – so beginnt der Kreislauf von Neuem.

Nur zur Information, keine medizinische Beratung. KI kann sich irren.