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Salicylsäure (BHA) oder Glykolsäure (AHA): Was hilft bei Pickeln, was bei Pigmentflecken?

Eine Säure arbeitet wie eine Bürste in den Poren, die andere wie ein Radierer auf der Oberfläche.

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Kurz gesagt

Salicylsäure (BHA) löst sich in Fett und reinigt Poren von innen – ihr Gebiet sind Unreinheiten und Mitesser. Glykolsäure (AHA) arbeitet an der Oberfläche – ihr Gebiet sind Pigmentflecken, fahle Haut und erste Fältchen.

Säuren in der Pflege sind wie Werkzeuge im Kasten: Alle „exfolieren“, doch jede hat ihre eigene Aufgabe. Verwechselst du BHA und AHA, behandelst du monatelang Pickel mit einem Produkt gegen Pigmentierung und wunderst dich über das Ergebnis.

So funktioniert es

BHA ist wie eine Flaschenbürste für Poren. Salicylsäure ist fettlöslich: Sie bleibt nicht auf der Oberfläche, sondern taucht in die mit Sebum gefüllte Pore und löst den Pfropf von innen. Sie lindert außerdem Entzündungen, denn sie ist mit Aspirin verwandt. Deshalb helfen bei Mitessern, unterirdischen Pickeln und Fettglanz gerade BHA-Produkte.

AHA ist wie ein Radierer für die Oberfläche. Glykolsäure und ihre sanftere Schwester Milchsäure sind wasserlöslich und gelangen nicht in die Pore. Sie lösen dafür abgestorbene Hautzellen an der Oberfläche: Die Haut erneuert sich schneller, Pigmentflecken werden heller, Fahligkeit verschwindet und feine Falten glätten sich. Glykolsäure hat das kleinste Molekül unter den AHA und ist darum besonders wirksam, aber auch besonders reizend.

Achte in der Inhaltsstoffliste auf: Salicylic Acid (BHA, wirksame 0.5–2%); Glycolic Acid, Lactic Acid (AHA, in Heimpflege 5–10%). Je weiter oben in der Liste, desto stärker.

Nicht kombinieren: Keine der Säuren zusammen mit Retinol am selben Abend und als Einstieg auch nicht miteinander. Beide verlangen morgens SPF – ohne Ausnahme.

Wähle BHA, wenn

  • du Pickel, Mitesser oder eine fettige T-Zone hast;
  • deine Poren verstopfen und Ausreinigungen nur eine Woche helfen;
  • deine Haut dicht und fettig ist.

Wähle AHA, wenn

  • du Post-Akne-Male, Pigmentierung oder ungleichmäßigen Ton hast;
  • deine Haut fahl und „müde“ aussieht oder feine Falten zeigt;
  • du trockene, schuppige Haut hast – Milchsäure spendet zusätzlich Feuchtigkeit.

Häufiger Fehler. Beide Säuren zugleich für den „Doppelschlag“ zu verwenden. Den Doppelschlag bekommt die Hautbarriere: Reizung, Schuppen, Rötung. Wechsle die Tage ab oder nimm eine Säure für dein Hauptziel – das reicht.

Übrigens: AHA-Säuren nutzte die Menschheit lange vor Dermatologen: Kleopatras Milchbäder enthielten Milchsäure, die Traubenkuren französischer Königinnen Weinsäure.

Nur zur Information, keine medizinische Beratung. KI kann sich irren.