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Azelainsäure oder Salicylsäure: Was hilft bei Pickelmalen und Rötungen?

Die eine Säure reinigt die Poren, die andere lässt Spuren vergangener Kämpfe verblassen und beruhigt Rötungen.

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Kurz gesagt

Salicylsäure ist für die Vorbeugung da: Sie reinigt die Poren und verhindert neue Unreinheiten. Azelainsäure kümmert sich um die Folgen und Rötungen: Sie hellt Pickelmale auf, lindert Entzündungen und wirkt bei Rosazea. Häufig werden beide zusammen empfohlen.

Der Pickel ist weg, doch die Erinnerung bleibt – ein dunkelroter Fleck für Monate. Salicylsäure, die Heldin im Kampf gegen Akne, kommt hier irgendwie nicht weiter. Denn für Pickelmale und Rötungen gibt es eine andere Spezialistin: Azelainsäure.

So funktioniert es

Salicylsäure (BHA) – die Porenbürste. Das fettlösliche Molekül dringt in die Pore ein, löst den Talgpfropf und lindert Entzündungen. Ihr Aufgabenbereich ist das, was noch nicht passiert ist: Saubere Poren werden nicht zu Pickeln.

Azelainsäure – Friedensstifterin und Radiergummi zugleich. Sie erledigt drei Dinge auf einmal: hemmt Aknebakterien, bremst das Enzym für die Melaninproduktion (dadurch verblassen dunkle Pickelmale) und reduziert entzündliche Rötungen. Dabei ist sie so sanft, dass sie zu den wenigen Säuren gehört, die bei Rosazea und in der Schwangerschaft erlaubt sind. Der einzige Preis ist Geduld: Erste Ergebnisse zeigen sich nach 4–6 Wochen, anfangs kann es leicht kribbeln.

Achte in der Liste auf: Salicylic Acid (0,5–2%); Azelaic Acid (in Kosmetik 10%, in Apothekenpräparaten 15–20%) oder das sanfte Derivat Potassium Azeloyl Diglycinate.

Nicht kombinieren: Die beiden Säuren vertragen sich miteinander (du kannst sie auf morgens und abends verteilen), aber kombiniere zu Beginn keine von ihnen bei derselben Anwendung mit Retinol.

Wähle Salicylsäure, wenn

  • aktive Unreinheiten und Mitesser dein Hauptproblem sind;
  • deine Haut fettig ist und die Poren verstopfen;
  • du bislang nur wenige Pickelmale und Flecken hast.

Wähle Azelainsäure, wenn

  • die Unreinheiten unter Kontrolle sind, aber Pickelmale bleiben;
  • du Rötungen, reaktive Haut oder Rosazea hast;
  • du schwanger bist – Salicylsäure in hohen Dosen wird nicht empfohlen, Azelainsäure ist erlaubt.

Häufiger Fehler. Von Azelainsäure eine sofortige Wirkung erwarten und nach zwei Wochen aufgeben. Sie ist eine Marathonläuferin: Pigmentflecken und Rötungen verschwinden langsam, aber stetig. Gib ihr sechs bis acht Wochen, bevor du urteilst.

Übrigens: Azelainsäure wird in der Natur von Hefepilzen produziert, die auf unserer eigenen Haut leben – ein seltener Fall, in dem das eigene Mikrobiom den Wirkstoff für die Hautpflege vorgeschlagen hat.

Nur zur Information, keine medizinische Beratung. KI kann sich irren.