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Handcreme oder Körpercreme: Braucht man wirklich beide?

Hände werden zehnmal täglich gewaschen – keine andere Hautzone muss das aushalten.

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Kurz gesagt

Der Körper bekommt einmal täglich Creme, Hände nach jedem Waschen – bis zu zehnmal. Handcreme ist eine schnell einziehende Formel mit verstärktem Schutz für den ständigen Kreislauf aus Waschen und Nachcremen. Körpercreme funktioniert ebenfalls, verliert aber diesen Marathon.

Im Haus stehen ohnehin zu viele Cremes – warum nicht die Körpercreme auch für die Hände verwenden? Das kannst du, niemand verbietet es. Doch Hände leben unter besonderen Bedingungen, für die Handcremes gezielt entwickelt werden.

So funktioniert es

Hände leben unter Extrembedingungen: 8–12 Wäschen täglich, die jedes Mal Barrierelipide entfernen, dazu Geschirr, Haushaltsreiniger und Frost ohne Schutz, weil Handschuhe oft vergessen werden. Die Haut am Handrücken ist dünn und hat wenige Talgdrüsen, kann sich also schlecht regenerieren. Das Ergebnis: Trockenheit, Risse an den Nägeln und spröde Knöchel im Winter.

Handcreme ist darauf ausgelegt: Glycerin und Panthenol liefern Feuchtigkeit, Okklusiva wie Dimethicone oder Wachse bilden einen Schutzfilm für mindestens ein bis zwei Wäschen. Die Textur zieht in einer Minute ein, denn die Hände müssen weiterarbeiten. Apothekenprodukte enthalten oft Urea gegen raue Stellen.

Körpercreme löst eine andere Aufgabe: große Fläche, einmal täglich nach dem Duschen, ohne eine Stunde später abgewaschen zu werden. Sie darf reichhaltiger sein und langsamer einziehen. Auf Händen wirkt sie auch, doch ihr Film ist nicht fürs Waschen und ihre Textur nicht für die Tastatur nach einer Minute gemacht.

Eine Körpercreme reicht, wenn

  • deine Hände gesund sind, mäßig oft gewaschen werden und die Spülmaschine hilft;
  • du sie nachts aufträgst – ideal für eine reichhaltige Formel;
  • Minimalismus dir wichtiger als Optimierung ist.

Du brauchst Handcreme, wenn

  • deine Hände durch Arbeit, Kinder oder Sport ständig gewaschen werden;
  • im Winter Risse und spröde Stellen entstehen;
  • die Creme in die Tasche soll und sofort einziehen muss.

Häufiger Fehler. Ohne Handschuhe zu spülen und zu putzen, danach aber mit der teuersten Creme gegenzusteuern. Haushaltschemikalien bauen die Barriere schneller ab, als Creme sie repariert. Ein Paar günstige Gummihandschuhe wirkt besser als Luxuscreme – zusammen sind beide unschlagbar.

Übrigens: Die Hand ist paradox: Die Haut der Handfläche gehört zu den dicksten, die des Handrückens zu den dünnsten am Körper. Deshalb „verraten Hände das Alter“ – der dünne Handrücken altert sichtbarer als das Gesicht, das wenigstens regelmäßig gepflegt wird.

Nur zur Information, keine medizinische Beratung. KI kann sich irren.