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Brow Gel oder Pomade: Stylen oder nachzeichnen?

Das eine Produkt ordnet, was vorhanden ist. Das andere zeichnet ein, was fehlt.

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Kurz gesagt

Gel stylt: Es kämmt und fixiert Härchen, getönte Varianten lassen sie dichter wirken. Pomade zeichnet: Cremiges Pigment füllt Lücken und formt die Braue. Genug Härchen? Gel. Lücken? Pomade. Oft funktioniert beides zusammen.

Augenbrauenmode hat einen ganzen Kreis gedreht: von dünn gezupften Strichen bis zu maximal flauschigen Brauen. Die Werkzeuge füllen inzwischen eine eigene Kosmetiktasche, doch die Grundwahl ist einfach: Gel oder Pomade. Beide beantworten eine andere Frage dazu, was deinen Brauen fehlt.

So funktioniert es

Brow Gel ist mit Mascara verwandt: Bürstchen plus transparente oder getönte Fixierformel. Es arbeitet mit dem, was da ist, hebt und ordnet Härchen, hält die Form den ganzen Tag und lässt jedes Haar in der getönten Version dicker wirken. Der angesagte Soap-Brow-Look – Brow Lamination in klein – ist starke Fixierung nach oben. Was Gel nicht kann: freie Stellen füllen.

Pomade ist eine cremige Mischung aus Wachs und Pigment im Tiegel, die mit einem abgeschrägten Pinsel aufgetragen wird. Damit zeichnest du haarähnliche Striche, füllst Lücken und formst Ende sowie Unterkante. Die Pigmentierung ist kräftig, die Haltbarkeit hoch, viele Formeln sind wasserfest. Die Stärke birgt ein Risiko: zu viel Druck – und die Brauen sehen aufgemalt aus wie auf Instagram 2016.

Die praktische Kombination für spärliche Brauen: Pomade in feinen Strichen, danach Gel zum Kämmen und Fixieren. Unter den Härchen verschwinden die Striche, die Braue wirkt dicht und lebendig.

Wähle Gel, wenn

  • genug Härchen vorhanden sind, sie aber widerspenstig liegen;
  • du Natürlichkeit und Tempo magst: einmal bürsten, fertig;
  • du flauschige, ordentlich gestylte Brauen möchtest.

Wähle Pomade, wenn

  • deine Brauen Lücken oder Asymmetrien haben;
  • du eine markante Form und lange Haltbarkeit möchtest;
  • du mit einem Pinsel umgehen kannst oder üben willst.

Häufiger Fehler. Mit der Pomade direkt am Brauenanfang neben der Nase zu beginnen. Dort entsteht sofort ein dichter dunkler Block, der den Blick hart macht. Arbeite von der Mitte zum Ende und nutze für den Anfang nur den Rest am Pinsel. Ein Verlauf von hell zu dunkel wirkt natürlich.

Übrigens: Augenbrauenmode zeigt das Branchenpendel besonders deutlich: in den 90ern dünn gezupft, in den 2010ern als „Instagram Brows“ aufgemalt, heute maximal flauschig laminiert. Viele in den 90ern ausgezupfte Härchen sind nie zurückgekommen – Brauen sind nachtragend.

Nur zur Information, keine medizinische Beratung. KI kann sich irren.