DeutschDE
App holen
Im Browser
App holen
Scannen und auf Android installierenNoch keine iOS-VersionOder im Browser testen (eingeschränkt)

Körperpeeling oder Säurelotion: Was hilft gegen Reibeisenhaut?

Die Knötchen an Oberarmen und Oberschenkeln sind keine schlechte Hygiene, sondern Keratinpfropfen in den Poren. Dagegen lässt sich etwas tun.

2 Min. Lesezeit·Auch auf English, Русский, Українська, Polski, Čeština
Kurz gesagt

Reibeisenhaut (Keratosis pilaris) entsteht durch Keratinpfropfen an den Öffnungen der Haarfollikel. Ein Peeling glättet ihre Spitzen für einen Tag, eine Säurelotion löst die Pfropfen über mehrere Wochen. Chemie gewinnt, Mechanik unterstützt.

Kleine feste Knötchen an Oberarmen und Oberschenkeln – „Reibeisenhaut“, die weder Waschlappen noch das härteste Peeling vertreiben. So viel du auch schrubbst: Einen Tag später ist alles wieder da. Denn das Problem sitzt nicht auf, sondern in den Poren.

So funktioniert es

Bei Keratosis pilaris produziert die Haut zu viel Keratin. Es verstopft die Ausgänge der Haarfollikel und bildet feste Knötchen, manchmal mit Rötung. Das ist weder Krankheit noch Schmutz, sondern eine häufig vererbte Normvariante.

Ein Peeling arbeitet nur an der Oberfläche: Partikel schleifen die hervorstehenden Spitzen ab, sodass die Haut für einen Abend glatter wirkt. Der Pfropfen selbst steckt jedoch in der Pore, unerreichbar für das Schleifmittel – am nächsten Tag kehrt die Struktur zurück. Starkes Reiben reizt zudem die Follikel und verstärkt Rötungen.

Eine Säurelotion geht tiefer: Milchsäure (Lactic Acid), Salicylsäure (fettlöslich und damit porengängig) oder Urea 10%+ lösen Keratinpfropfen nach und nach und machen die Haut weich. Bei täglicher Anwendung werden die Knötchen nach 3–4 Wochen deutlich weniger. Vollständig „heilen“ lässt sich die Veranlagung nicht, glatte Haut erhalten aber durchaus.

Die ideale Kombination: einmal wöchentlich ein sanftes Peeling zum Glätten, täglich Säurelotion zum Lösen. Dazu Feuchtigkeitspflege, denn Trockenheit verschlimmert Keratosis pilaris.

Wähle eine Säurelotion, wenn

  • die Knötchen dauerhaft an Oberarmen und Oberschenkeln sitzen;
  • du viele Peelings mit nur eintägigem Ergebnis probiert hast;
  • du einen Monat lang täglich dranbleiben kannst.

Ein Peeling reicht, wenn

  • du einmalig glatte Haut für ein ärmelloses Kleid möchtest;
  • du keine Keratosis pilaris hast, sondern nur glattere Haut willst;
  • du es als Ergänzung zu Säuren nutzt, nicht als Ersatz.

Häufiger Fehler. Reibeisenhaut täglich mit hartem Waschlappen und Salzpeeling anzugreifen. Reibung entzündet die Follikel, die Haut reagiert mit Verdickung und Rötung – die Struktur wird schlimmer. Keratosis pilaris lässt sich nicht abschrubben, sondern auflösen.

Übrigens: Keratosis pilaris betrifft ungefähr 40% der Erwachsenen und gehört zu den häufigsten Hautzuständen weltweit. Mit Reibeisenhaut bist du in sehr großer Gesellschaft.

Nur zur Information, keine medizinische Beratung. KI kann sich irren.