BB- oder CC-Cream: Ein Buchstabe, großer Unterschied?
Nach BB und CC brachte die Branche DD und EE heraus – damit war über die Buchstaben alles gesagt.
BB (blemish balm) ist Pflege mit leichter Tönung: Feuchtigkeit, SPF und transparente Deckkraft. CC (color correcting) setzt stärker auf Farbkorrektur: Sie neutralisiert Rötungen und fahle Haut eher, als sie abzudecken, und ist meist leichter. Der Unterschied existiert, ist aber kleiner als in der Werbung.
Zuerst eroberten BB-Creams die Welt. Dann erschien CC als „neue Generation“. Ein Buchstabe weiter im Alphabet, ein Schritt höher beim Preis. Was hat sich in der Tube wirklich verändert?
So funktioniert es
BB-Cream ist eine Mischung aus Creme und Foundation: Feuchtigkeitsspender, oft SPF und eine mäßige Pigmentmenge. Sie wirkt wie ein sanfter Retuschefilter – die Haut erscheint ebenmäßiger, bleibt aber sichtbar Haut. Meist deckt sie etwas stärker und fühlt sich cremiger an.
CC-Cream arbeitet stärker mit Optik. Neben normalen Pigmenten enthält sie farbkorrigierende, oft in Mikrokapseln, die beim Verblenden aufbrechen. Grünliche Partikel neutralisieren Rötungen, pfirsichfarbene einen grauen, fahlen Ton. Die Deckkraft ist leichter als bei BB, das Finish meist strahlender. Am besten wirkt CC bei Rötungen und ungleichmäßigem Hautton – wenn Farbe korrigiert, nicht Struktur versteckt werden soll.
In der Praxis verschwimmen die Grenzen: Die BB einer Marke kann leichter sein als die CC einer anderen. Die Buchstaben geben einen Hinweis, Inhaltsstoffe und Swatch liefern die Wahrheit.
Wähle BB, wenn
- du etwas mehr sichtbare Deckkraft und Feuchtigkeit möchtest;
- deine Haut normal oder trocken ist;
- ein Produkt zugleich Pflege und Make-up übernehmen soll.
Wähle CC, wenn
- Rötungen oder ein fahler, gräulicher Ton dein Hauptproblem sind;
- du möglichst leichte, schwerelose Texturen magst;
- BB sich für dich zu sehr nach Foundation anfühlt.
Häufiger Fehler. Nach den Buchstaben statt nach der Haut zu wählen. Die Bezeichnungen sind nicht standardisiert: Die „CC“ einer Marke kann dichter sein als die „BB“ einer anderen. Prüfe versprochene Wirkung, Inhaltsstoffe und einen Swatch am Kiefer – die Buchstaben gehören ins Marketing.
Übrigens: Nach dem Erfolg von BB und CC führte die Branche das Alphabet tatsächlich fort: Es gab DD-Creams (daily defense), EE und sogar GG. Die Buchstaben gingen schneller aus als die neuen Ideen.
Nur zur Information, keine medizinische Beratung. KI kann sich irren.